Zur Finanzierung der Rente und anderer Sozialversicherungsleistungen wird in der Bundesrepublik Deutschland das Umlageverfahren angewandt. Im Umlageverfahren erhalten immer die Rentner Leistungen, die durch die aktuell Erwerbstätigen finanziert werden. Dieser sogenannte Generationenvertrag wurde 1957 eingeführt. Inzwischen haben sich jedoch entscheidende Parameter verändert. Die demographische Entwicklung (sinkende Geburtenraten, steigende Lebenserwartung) führte dazu, dass immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentner finanzieren müssen. Finanzierten im Jahre 2000 noch rund 4 Erwerbstätige einen Rentner, werden es 2040 nur noch rund 2 Erwerbstätige sein. In einer Gesellschaft mit immer mehr Rentnern und immer weniger Erwerbstätigen war eine Reform des umlagefinanzierten Rentensystems unumgänglich. Die dauerhafte Finanzierung der Renten musste daher überdacht werden.
Im Jahre 2005 wurde mit dem Alterseinkünftegesetz unter anderem die nachgelagerte Besteuerung gesetzlicher Renten und privater Basisrenten beschlossen. Diese Renten werden seit 2005 zu 50 Prozent besteuert. Dieser steuerpflichtige Anteil erhöht sich bis zum Jahr 2020 jährlich um 2 Prozent und danach nur noch um 1 Prozent pro Jahr bis 2040 die vollen hundert Prozent erreicht sind. Dabei gilt das sog. Kohortenprinzip: Für alle Neurentner eines Jahres gilt ihr Leben lang der Prozentsatz, der im Jahr des ersten Rentenbezugs anzuwenden war. Wer 2007 erstmals Rente bezogen hat, versteuert also sein ganzes Leben lang 54 Prozent der jeweiligen späteren Rentenbezüge.


Allein diese Änderung erfordert eine grundsätzliche Überprüfung der Altersvorsorgeplanung.

Ein weiterer oft nicht bedachter Einflussfaktor ist die Inflation. Bei 1,5 Prozent Inflation p.a. schmelzen 100.000,-€ nach 30 Jahren zu einem heute vergleichbaren Wert in Höhe von rund 65.000,-€. So können schnell 35 Prozent der geplanten Vorsorge fehlen.

Private Altersvorsorge ist deshalb noch wichtiger geworden.